Wanderung der Wandergruppe GUGGER Ettingen vom Donnerstag, 19. September 2019: Auf dem Holzweg nach Tannenkirch An einem prächtigen, frühherbstlichen Tag geht es heute in die badische Nachbarschaft. Trotzdem deren Nähe wird eigentlich recht früh um 07:30 Uhr in Ettingen gestartet. 30 Wan derer und Wanderinnen sind dabei, darunter erfreulicherweise 3 Neue. Mit dem Tram geht es zuerst an den Badischen Bahnhof und dann mit dem Bus ins hübsche Städtchen Kandern. Bekannt ist es für seine Töpferei - die grossen Tonwerke sind allerdings infolge der erschöpften Tonvorkommen schon lange verschwunden - und für das Kanderli, einer historischen Dampfbahn, die von Haltingen hierher führt. Bevor wir unsere Wanderung starten, gibt es in der Gaststätte am Bahnhof Kaffee und für jeden ein grosses Salzbrezel. Gestärkt wandern wir zuerst durchs Städtchen und dann auf verschlungenen Wegen durch Flur und Laubwald aufwärts Richtung Feuerbacherhöhe. Unterwegs legen wir bei der historischen Marktfrauenbank einen kurzen Halt ein. Auf dem Weg zum Markt transportierten die Marktfrauen ihre schwere Last auf dem Kopf und stellten diese auf dem Querbrett über dem Kopf ab, währenddem sie sich auf der darunter angebrachten Sitzbank für einen kurzen Moment ausruhten. Marktfrauen gibt es heute keine mehr, aber die Bank ist als historische Reminiszenz geblieben. Es fällt auch auf, dass die Hochstamm-Obstbäume auf den umliegenden Wiesen seit Jahren nicht mehr gepflegt worden sind und eines langsamen Todes sterben. Im Ortsteil Feuerbach - wie Tannenkirch oder Riedlingen Teil der Gemeinde Kandern mit insgesamt rund 8'000 Einwohnern - machen wir eine Spitzkehre und wandern weiter Richtung Südwesten. Hier beginnen die Rebberge, die wir auch in Tannenkirch wiederfinden werden. Unterwegs dorthin treffen wir auf Rösli und Karl, die uns aus Anlass des vor kurzem von Karl gefeierten 75. Geburtstages mit einem Apéro, einem guten Weisswein aus der Gegend, überraschen. Karl hat die heutige Wanderung mitorganisiert, kann aber infolge einer kleinen Operation am Fuss nicht mitwandern. Wir danken den Beiden für die gelungene Überraschung und entbieten Karl unsere besten Wünsche. Schon bald nähern wir uns dann dem Ort Tannenkirch, wo wir im Restaurant Tanne (wie könnte es auch anders heissen) zum Mittagessen erwartet werden. Der Wirt, ein alter Bekannter von Karl, öffnet heute speziell für uns. Nach einem perfekt zubereiteten grünen Salat überrascht er uns mit einem ganzen, frisch gegrillten, herrlich schmeckenden Spanferkel. Natürlich schaffen wir es nicht, alles Fleisch zu verzehren, umso weniger als noch mehrere Beilagen - Kroketten, Pommes frites und Spätzle - dazu serviert werden. Dieses Festmahl kostet gerade mal 21 Euros. Bei diesem mehr als moderaten Preis lässt sich der/die Eine oder Andere eine (preiswerte) süsse Nachspeise nicht entgehen. Karl danken wir dafür, dass er dieses Festmahl überhaupt möglich gemacht hat. Es dürfte kaum zu toppen sein. Kurz vor 15 Uhr brechen wir zum letzten Teil unserer heutigen Wanderung auf. Sie führt uns durch den Ort Riedlingen und entlang dem Golfplatz Kandern zurück an den Bahnhof dieses gleichnamigen Städtchens. Unterwegs geniessen wir immer wieder einen schönen Blick auf den Gipfel des deutschen Blauen, das Schloss Bürgeln, den Fernsehturm St. Chrischona, den Roche-Turm und die sanften Hügel des Juras. Am Horizont sind sogar schwach die Schweizer Alpen zu erkennen. Da in Kandern noch genügend Zeit bis zur Abfahrt des reservierten Busses zur Verfügung steht, lässt sich ein Teil der Wandergruppe ein letztes kühles Bier im Garten des Bahnhofrestaurants nicht entgehen, während dem 10 Personen einen früheren Bus nehmen, um nach Basel Claraplatz zurückzukehren. Vor 18 Uhr sind sie bereits wieder zurück in Ettingen. Wir danken Ghislaine und Karl für die Organisation des heutigen Tages. Der Dank gilt auch Toni, der darauf geachtet hat, dass unterwegs niemand verloren gegangen ist. Der Berichterstatter: Robert Heuberger