Monatswanderung vom 17.10.2013 der Senioren-Wandergruppe "Gugger" Ettingen durch die Verena-Schlucht bei Solothurn Wohl als Kompensation für den arg frühen Start anlässlich der letzten Monatswanderung geht es diesmal erst um 09:00 Uhr los, was aber die meisten der 35  Teilnehmer nicht davon abhält, schon ein früheres Tram Richtung Basel SBB zu besteigen. Dort wartet auf uns der Regio-Express nach Olten mit reserviertem Abteil.  In Olten steigen wir Richtung Solothurn um. Diesmal teilen wir den Wagen mit einer Pro Senectute-Wandergruppe aus Aarau, die den Balmberg als Ziel hat. Auch wir  nehmen in Solothurn ein Postauto mit dieser Destination, steigen aber schon im Weiler Glutzenberg-Günsberg, am Fuss der ersten Jurakette aus. Bevor wir hier  unsere Wanderung beginnen, geniessen wir in der Bergbeiz gleichen Namens unseren verdienten Kaffee mit Gipfeli. Von unserem Startpunkt aus haben wir bei schönstem Herbstwetter einen herrlichen Blick über das Mittelland auf die Alpenkette, vor der im tieferen Bereich noch eine Nebeldecke liegt. Unsere Wanderung führt uns durch lichten Laubwald unter den Flühen der Jurakette hindurch Richtung Westen. Theres und Toni hatten uns  empfohlen, Wanderstöcke mitzunehmen. Nach den heftigen Regenfällen der letzten Tage wären aber heute Stiefel noch weit nützlicher, ist doch der Wanderweg an  vielen Stellen stark versumpft und verschlammt. Glücklicherweise werden die Wege auf dem letzten Teilstück vor unserer Mittagsrast in Rüttenen wieder besser, so  dass wir mit nicht allzu dreckigen Wanderschuhen die Gaststube des Restaurants zur Post betreten können. Es ist bereits gegen 13:30 Uhr als wir dort eintreffen. Im  weiss gedeckten Saal sind wir die einzigen Gäste. Die Crew des von einem Tamilen geführten Restaurants macht aber ihre Sache bestens. Bei der Vorspeise haben  wir die Wahl zwischen einem grossen Teller grünem Salat und einer Suppe, beim Hauptgang zwischen Spaghetti al pesto und Wildschweinragout mit Spätzle, beides  zu mehr als moderaten Preisen. Für ein Dessert reicht die Zeit leider nicht mehr. Den vorgesehenen Zug ab Solothurn werden wir mit Bestimmtheit nicht mehr  erreichen, was aber dank engem Taktfahrplan nicht weiter tragisch ist. In nur 15 Minuten erreichen wir die Einsiedelei am oberen Ende der Verenaschlucht. Neben der Einsiedlerklause, die nächstens von einer Einsiedlerin bewohnt sein  wird, gibt es dort eine Kapelle und die Grotte der heiligen Verena zu bewundern. Laut Legende soll es sich dabei um eine aus dem ägyptischen Theben stammende  Frau handeln, die zur Zeit der Römer über Rom und St-Maurice nach Solothurn gelangt ist, wo sie sich in der Verenaschlucht niedergelassen hat. Wie es halt bei  Legenden so ist, existieren davon verschiedene Versionen. Danach hat sich die Heilige auf einem Mühlstein aareabwärts treiben lassen und sich später in Zurzach  niedergelassen, wo sie auch begraben sein soll. Immerhin ist sie nicht als Märtyrerin gestorben. Nachdem wir uns in der Einsiedelei umgesehen haben, wandern wir durch die wildromantische Verenaschlucht dem munteren Bächlein entlang gen Solothurn. Da  eine halb- bis dreiviertelstündige Wanderung durch das Siedlungsgebiet wenig Reiz haben würde und wir zudem riskieren, so auch noch den nächsten Zug zu  verpassen, nehmen wir für dieses Teilstück den Ortsbus. So erreichen wir den Zug in Solothurn gerade rechtzeitig. Auch in Olten haben wir sofort Anschluss, so dass  wir schon kurz nach 18 Uhr in Basel eintreffen. Ein wunderschöner Wandertag geht so zu Ende. Unseren beiden Organisatoren Theres und Toni sagen wir dafür  vielen Dank. Der Berichterstatter: Robert Heuberger