Herbst-Wanderung der Senioren-Wandergruppe Ettingen vom Donnerstag, 14. November 2013: in und um Delsberg herum Schon bald ist ein Jahr wieder vorbei. Bevor Theres und Toni uns zur Jahres-Schlusswanderung einladen, entführen sie uns nach Delsberg - pardon "Delémont" - zu  unseren jurassischen Landsleuten. Nicht weniger als 37 Wanderinnen und Wanderer folgen an diesem trü-ben Herbsttag der Einladung. Da es in ein  französischsprachiges Gebiet geht, lässt sogar Anne-Marie ihre obligate Turnstunde sausen und ist für einmal wieder dabei. Mit Bus und S-Bahn geht es nach Delsberg. Damit wir nicht durch den Siedlungsbrei wandern müssen, nehmen wir dort am Bahnhof einen Sonder-Autobus, der uns  ins Quartier "Le Mexique" unterhalb des Hügelzuges "La Vigne" und unterhalb der Wallfahrtskapelle "Le Vorbourg" hochkarrt. Im Quartier Le Mexique wird derzeit wie  wild gebaut. Es gibt dort aber auch ein Hotel und Restaurant mit gleichem Namen, wo wir wie gewohnt zu Kaffee und Gipfeli einkehren. Damit wandert es sich danach  deutlich leichter. Übrigens: Die Kapelle "Vorbourg" (auf Deutsch Vorburg) ist ein bekannter, dem Marienkult gewidmeter Wallfahrtsort, der sich in der welschen  Schweiz nach wie vor grosser Beliebtheit erfreut. Für diesmal lassen wir die Kapelle rechts liegen - es wären bis dahin doch noch etwelche Höhenmeter zu  absolvieren, für die uns Zeit und Lust fehlen - und begnügen uns mit dem kurzen Aufstieg durch eine prachtvolle Eichenallee. Die meisten Höhenmeter hat uns das  Postauto bereits abgenom-men. Durch offenes Wiesland "Sous Cheynatte" mit stetigem leichten Auf und Ab wandern wir nach diesem Aufstieg Richtung Westen, um  dann am Waldrand mit dem Flurnamen "Côte à Bépierre" einen kurzen Trinkhalt einzulegen. Schon bald geht es danach bergabwärts zum Schloss Domont.  Unterwegs erfahren wir auf einem Lehrpfad Einiges über Bäume, Pflanzen, Wildtiere und Gerüche. Das Schluss Domont wurde Mitte des 16. Jahrhunderts durch  einen Marx de Vorbourg gebaut, wurde aber bereits um 1600 von der Stadt Delsberg gekauft. Den Rittersaal im Schloss kann man für Hochzeiten und andere Feste  mieten. Wir wandern nach Domont weiter, zurück Richtung Delsberg, und legen bei Monsieur et Madame Flury in der Auberge Les Viviers kurz vor dem Stadtgebiet unseren  Mittagshalt ein. Für rund 18 Franken wird uns ein feines Mittagessen, bestehend aus Suppe, Salat, Hauptgang mit Schweinshals à la crème und Spätzle oder  Pommes frites sowie einem Früchtesorbet als Dessert serviert. Eine freundliche Bedienung gehört dazu. Wieder einmal haben Theres und Toni eine gute Wahl  getroffen. Nach dem Mittagessen erwartet uns nur noch eine rund halbstündige Wanderung bis nach Delémont. Die Altstadt, die durchaus unsere Aufmerksamkeit verdienen  würde, durchwandern wir im Eilschritt. Dafür werden uns einige grässliche Gebäude in der Neustadt (das Einkaufszentrum Coop schlägt alle Rekorde) nicht erspart.  Rechtzeitig erreichen wir den Bahnhof und besteigen dort um ca. 15:30 Uhr die S-Bahn zurück in heimatliche Gefilde. Wie versprochen sind wir um 16:30 Uhr wieder  alle zu Hause.  Theres und Toni danken wir für die wie immer tadellose Organisation der heutigen Wanderung. Der Berichterstatter: Robert Heuberger