Wanderung der Pro Senectute Ettingen, Donnerstag, 15. November 2012: Verloren im Nebel des Bözbergs Mit einer Rekord-Teilnehmerzahl von über 40 Wanderern und Wanderinnen verlassen wir an diesem nebligen Novembertag die nähere Region, um uns auf Entdeckungsreise in die Region Bözberg-Brugg zu begeben. Die Bahn bringt uns nach Brugg, wo wir in das Postauto umsteigen, das uns durch viele, den Meisten unbekannte Dörfer auf dem Bözberg-Plateau karrt, die wir im dicken Nebel nur erahnen können und die zum Teil seltsame Namen tragen, wie "oberer / mittlerer / unterer Hafen" tragen. Schiffe sehen wir allerdings keine. Der Chauffeur muss sich heute sicher glücklich fühlen, fährt er doch dank unserer Gruppe nicht leer durch die Landschaft. Nur ver - einzelte andere Passagiere steigen unterwegs zu oder aus. Bei der altehrwürdigen Linner Linde, die der Legende nach im Jahr 1668 vom letzten, von der Pest verschonten Linner Einwohner gepflanzt wurde, ist Endstation. Die Masse des Baumes sind beeindruckend: 22 m hoch, 11 m Umfang. Bei der Linner Linde beginnen wir unsere Wanderung in dichtem Nebel, der uns den ganzen Tag begleitet, während dem in der Region Basel am Nachmittag die Sonne scheint. Zuerst geht es aufwärts auf die Krete des Linnerbergs auf 758 müM. Der Hauptharst der Gruppe mit Toni Meury eilt voraus. Die Letzten nehmen es gemütlich und fallen rasch zurück, was sich rächen soll, wie wir schon bald feststellen müssen. Bei der Abzweigung Möseren verlässt nämlich Toni die offizielle Wanderroute, ohne dort einen Posten aufzustellen, und wandert durch den Wald direkt zur Mittagsrast hinunter. Die zwei Nachzügler-Gruppen folgen hingegen weiter dem offiziellen Wanderweg mit dem Ziel "Schinznach-Dorf". Zu spät merkt Toni, dass etwas nicht stimmen kann, als er weiter unten vergebens rund eine halbe Stunde auf die Nachzügler wartet. Als wir uns schliesslich über das Natel kurzschliessen, sind die beiden Nachzügler-Gruppen bereits beim Ausgang des Waldes oberhalb der Schinznacher Weinberge angekommen. Eigentlich wissen wir nicht, wo genau wir uns befinden und wie wir das Ziel "Rösti-Farm" erreichen sollen. Glücklicherweise können uns Einheimische die nötigen Infos liefern. Anstatt um 12:30 Uhr treffen wir erst um 13:00 Uhr am Zielort ein, was aber nicht weiter tragisch ist, bleibt uns doch genügend Zeit für das Mittagsessen. Die Zusatzschlaufe hat uns zudem ermöglicht, die Gegend etwas besser kennenzulernen. In der Rösti-Farm sind wir bestens aufgehoben. Die Rösti mit Läberli und Gemüse sowie einem Salat vorweg munden bestens und sind zum Preis von CHF 16.50 auch preislich ein Schnäppchen. Wer Hunger hat, kann sogar ein zweites Mal zugreifen. Die Rösti-Farm ist also ein Geheim-Tipp, wo es sich lohnt, auch bei anderer Gelegenheit einzukehren. Die Beiz ist leicht zu finden, aber schwer zu erreichen. Sie befindet sich am östlichen Ausgang der Bözberger Bahn- und Autobahntunnels. Leider gibt es dort weder eine Autobahn-Ausfahrt, noch eine Bahn-Haltestelle (resp. ist diese stillgelegt). Nach dem Mittagessen durchqueren wir die riesige Zulauf-Baumschule, die sogar über ein eigenes Bähnchen verfügt. Am Dorf Schinznach-Dorf vorbei wandern wir bei den Flurbe - zeichnungen "Äsch" und "Au" vorbei über Brücke und Wehr des Flusskraftwerkes Schinznach zum Bahn-Haltestelle Schinznach-Bad. Hier nehmen wir den Regio nach Aarau, wo wir in den Schnellzug umsteigen, der uns über Sissach und Liestal nach Basel zurückbringt. Um 18:00 Uhr sind wir wieder zurück in Ettingen. Fazit: Trotz Nebel eine interessante, geruhsame Wanderung. Den fehlenden Posten bei der Abzweigung Möseren verzeihen wir Toni ausnahmsweise. Auch gegenüber Theres sind wir nachsichtig, weil sie glaubte, als rote Laterne auf eine eigene Wanderkarte verzichten zu können. Wir haben es trotzdem genossen. Vielen Dank. Der Berichterstatter: Robert Heuberger