Wanderung der Wandergruppe GUGGER Ettingen vom Donnerstag, 21. Mai 2015: Durch die Weiten der Ajoie Wer ist schon im Pruntruter Zipfel gewandert? Die wenigsten von uns. Grund genug also, dies nachzuholen. Nicht weniger als 46 Wanderinnen und Wanderer haben  heute der Einladung von Theres und Toni Folge geleistet. Mit dem Postauto geht es an den Bahnhof Aesch und von dort mit der S3 nach Pruntrut. Bevor wir mit unserer Wanderung beginnen, stimmen wir uns im Café de la  Gare bei Kaffee und Gipfeli auf den Tag ein. Das verschlafene, mittelalterliche Städtchen mit dem Schloss, das nach der Reformation von 1527 bis zur französischen  Revolution 1792 als Sitz des Fürstbischofs von Basel diente, lassen wir heute links liegen. Wir wandern zuerst dem Fluss "Allaine" entlang, der in der Ajoie entspringt  und später in Frankreich in den Doubs fliesst. Danach geht es durch den Wald leicht aufwärts und über Felder hinunter ins Dorf Coeuve. Hier gibt es eine grosse  Anzahl stattlicher Bauernhäuser, ein vor kurzem renoviertes Schlösschen sowie einen historischen öffentlichen Waschplatz, wo die Frauen des Dorfes noch vor  wenigen Generationen ihre Wäsche wuschen. Wir werden im Restaurant "Cerf" (Hirsch) zum Mittagessen erwartet. Unsere Gruppe füllt die Wirtsstube beinahe  vollständig. Ein Salat als Vorspeise, Schweinsbraten mit Pommes frites und Gemüse - der auf Wunsch sogar ein zweites Mal gereicht wird - und ein Caramelköpfli als  Dessert stillen unseren Hunger zu einem moderaten Preis von 17 Franken. Ein etwas unübliches Prozedere wird für das Inkasso angewendet. Jedes Getränk muss  nämlich sofort und separat bezahlt werden. Für die Küche scheint eine separate Kasse vorhanden zu sein. Nach rund zwei Stunden brechen wir um 14:30 Uhr zum zweiten Teil unserer Wanderung auf. Wir wandern durch die weiten Felder der Ajoie, zuerst etwas aufwärts  und nach einem flachen Stück wieder leicht abwärts zu unserem Tagesziel. Am Horizont erkennen wir die mit einem Zelt überdeckte Abfalldeponie von Bonfol, die  zurzeit zurückgebaut wird. In einer Talmulde wandern wir durch das nicht enden wollende Dorf Vendlincourt, an dessen äusserstem Ende sich der kleine Bahnhof der  Chemins de fer du Jura befindet, einer Nebenlinie, die von Bonfol nach Porrentruy führt. Wir fahren also mit der Bahn zurück nach Pruntrut und steigen dort wieder auf die S3 um, die uns zurück nach Aesch, Dornach-Arlesheim oder Basel bringt. Um ca.  18:30 Uhr sind wieder alle zu Hause.  Das Wetter hat es heute gut mit uns gemeint. Es war zwar etwas kühl, doch kam die Sonne immer wieder hervor. Es hat uns in der Ajoie mit ihren weitläufigen  Blumenwiesen und den verträumten Ortschaften gut gefallen. Wir danken Theres und Toni für die wie immer tadellose Organisation des Tages. Der Berichterstatter: Robert Heuberger