Wanderung der Pro Senectute Ettingen vom Donnerstag, 23. Juni 2011: Entlang dem Doubs Da in der Gegend, in der wir heute wandern wollen, nur eine einzige verfügbare Postauto - verbindung jeweils am Morgen und am Nachmittag existiert, müssen wir früh aus den Federn. Wir starten in Ettingen bereits um 06:20 Uhr. Mit dem Bus geht es an den Bahnhof Aesch und von da mit der S3 nach dem malerischen St-Ursanne. Dort wartet bereits das Postauto auf uns, das uns über weite Hügel und verlorene Dörfer nach Soubey unten am Doubs flussaufwärts bringt. Dort haben Theres und Toni für die 32 Wanderer und Wanderinnen unserer Gruppe Kaffee und Gipfeli bestellt, die als Ersatz für das ausgelassene Frühstück willkommen sind. Wir nehmen uns keine Zeit, um die schönen, von Coghuf geschaffenen Glasfenster in der Kirche des Dorfes zu bewundern, sondern beginnen nach dem Kaffeehalt sofort unsere Wanderung auf der linken Flussseite flussaufwärts. Die Stimmung im wildromantischen Tal ist fast etwas herbstlich. Nach dem Regen des Vortages ist der Himmel noch etwas wolkenverhangen und die letzten Nebelschwaden streben himmelwärts. Die Wanderroute verläuft flach dem Fluss entlang, zum Teil durch lichten Wald, zum Teil durch saftig grüne Wiesen. Der Doubs fliesst manchmal ruhig dahin, manchmal rauscht er über Stromschnellen und Felsstufen. Sein Wasser ist noch braun vom Gewitter des Vortages. Praktisch keine anderen Wanderer sind unterwegs. Rund 4 Stunden Wanderzeit liegen vor uns. Unterwegs legen wir zwei kurze Raste ein und lassen uns die aromatischen Walderdbeeren am Wegrand schmecken. Um 12:30 Uhr werden wir im „Restaurant de la Verte Herbe“ kurz vor Goumois zum Mittagessen erwartet. Wie es sich am Doubs geziemt, gibt es als Hauptgang eine Forelle meunière oder - wer Fisch nicht mag - warmen Beinschinken. Auf Empfehlung von Theres lassen wir uns durch die Dessertspezialität des Hauses „Soufflé au Grand Marnier“ in Versuchung bringen, eine Art Eierschaum, der im Ofen gebacken und dann am Tisch mit Grand Marnier flambiert wird. Bis Goumois bleibt uns nur noch eine kurze Wanderung von weniger als einer halben Stunde. Da unser Bus erst um 16 Uhr nach Saignelégier fährt, bleibt uns Zeit, um im Gartenrestaurant des Hôtel du Doubs noch etwas zu trinken. Der Bus von Goumois nach Saignelégier ist poppenvoll mit Wanderern. Bis der Zug der Chemins de fer jurassiens nach Glovelier einfährt, können wir auf dem Gegengeleise eine fauchende und stinkende Dampflokomotive bewundern. In Glovelier haben wir dann sofort Anschluss auf die S3 nach Delémont, Laufen, Aesch, Dornach/Arlesheim und Basel. Noch vor 18:30 Uhr sind wieder alle zu Hause. Theres und Toni danken wir für die wie immer tadellos rekognoszierte und organisierte Wan - derung in einer Region, die nicht alle gekannt haben. Der Berichterstatter: Robert Heuberger