Spendensammlung Dezember 2019 Nach der Überweisung unserer Spendensammlung im Dezember 2019 habe wir von der Stiftung Denk an mich ein sehr nettes Mail erhalten mit dem link, wo das Schreiben von Toni veröffentlicht ist: Sehr geehrter Herr Meury Ein herzliches Dankeschön für Ihre Spende. Dank Ihrer Unterstützung können Menschen mit Behinderung selbstbestimmt an Ferien und Freizeitaktivitäten teilnehmen und dadurch am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Über die Geschichte zu Ihrer Spende haben wir uns sehr gefreut. Sie finden Ihre Spendengeschichte unter folgendem Link auf unserer Website: https://denkanmich.ch/spendengeschichten/03528/ Gerne können Sie den Link per E-Mail oder über die Sozialen Medien mit Ihren Freunden oder Verwandten teilen. Zum Schutz der Privatsphäre werden die Spendengeschichten mit Ausnahme von Organisationen und Unternehmen anonymisiert. Herzlichen Dank für Ihre wertvolle Unterstützung. Sie schaffen dadurch Lebensfreude. Susanna Hasler Spendensekretariat
Wanderung der Wandergruppe GUGGER Ettingen vom Donnerstag, 23. Januar 2020: Rund um das Schloss Wildenstein Bei prächtigem, kaltem Winterwetter starten kurz nach 08:00 Uhr 39 von ursprünglich 45 angemeldeten Wanderinnen und Wanderer zur ersten Wanderung im neuen Jahr. Erfreulicherweise sind auch einige Neue dabei. Die Wanderung führt uns wieder einmal in unser schönes Baselbiet. Mit dem 10er geht es zuerst nach Basel und von dort mit dem Interregio nach Liestal, wo wir ins Walderburgerli umsteigen. Ziel ist die Haltestelle Talhaus, kurz nach Bad Bubendorf. Bevor wir mit der Wanderung beginnen, gibt es im Landgasthof Talhaus Kaffee und Gipfeli.Zum ersten Mal bilden wir für die Wanderung 2 Gruppen, jene für die etwas fitteren Wandersleute unter der Leitung von Ghislaine und jene der Geniesser unter der Leitung von Theres, die es etwas gemütlicher nehmen wollen und deshalb die Wanderung leicht abkürzen. Wie sich am Schluss des Tages bestätigen wird, kommt diese Teilung gut an und dürfte diejenigen dazu animieren, künftig wieder regelmässig an den Wanderungen teilzunehmen, die der von Ghislaine eingeschlagene Rhythmus in der Vergangenheit leistungsmässig überfordert hat. Der Schreibende schliesst sich der Gruppe von Ghislaine an. Schon bald ist das Dorf Bubendorf am Eingang des Fünflibertals/Hintere Frenke erreicht. Fünflibertal heisst das Tal übrigens deswegen, weil vor nicht allzu langer Zeit die PosamenterInnen am Webstuhl in der guten Stube für die Modeindustrie bestimmte Seidenbänder herstellten und dafür pro Tag eine Entschädigung von 5 Franken erhielten. Wir wandern auf den Murenberg hinauf. Oben auf dem Plateau wandern wir durch den Eichenwitwald Richtung Schloss Wildenstein. Es handelt sich dabei um einen sogenannten Weidewald mit riesigen, knorrigen über 500 Jahre alten Eichen. Die im Herbst auf den Boden fallenden Eicheln boten den dort weidenden Schweinen ein grosses, kostenloses Nahrungsangebot. Vom Frühling bis in den Herbst hinein diente das Gras dem Vieh als Nahrung. Heute stehen die Eichen unter Naturschutz. Als wir beim Schloss Wildenstein ankommen, besichtigen wir nicht etwa diese eindrucksvolle Gebäudegruppe, sondern wandern weiter talabwärts Richtung Bubendorf. Im Talboden geht es dann dem Fluebach entlang wieder talaufwärts zum Sormattfall. Es handelt sich dabei um einen sogenannten Giessen, von denen es in Baselland mehrere gibt. Das Wasser ergiesst sich über ein 4-5 m hohes Felsband und hat in diesem speziellen Fall unterhalb des Falles einen Tuffkegel gebildet. Dieser ist bei unserem Besuch von zahllosen Eiskristallen bedeckt und Eiszapfen hängen am Felsen. Wir überqueren den abfliessenden Bach, was derzeit problemlos möglich ist, da der Bach nur wenig Wasser führt. Nachdem wir uns an diesem traumhaft schönen Bild satt gesehen haben, wandern wir unterhalb des Felsbandes und über einen Zick-Zack-Weg hinauf zum Schloss Wildenstein, wo zwischenzeitlich die Sonne scheint. Wie meistens ist das Schloss nicht zur Besichtigung geöffnet, so dass wir es nur von aussen bestaunen können. Man kann es aber für Privatanlässe mieten und sich auch von einem Caterer verwöhnen lassen. Es gibt auch jedes Jahr einige öffentliche Besuchstage. Wildenstein wurde Anfang des 14. Jarhundert als Höhen- oder Rodungsburg von den Herren von Eptingen erbaut. Indirekt war der Fürstbischof von Basel der Besitzer. Im Jahr 1334 wurde die Burg von den Bernern belagert und teilweise beschädigt. Schon 1338 wurde sie wieder aufgebaut und vergrössert. Es gab in der Folge mehrere Besitzerwechsel. Einmal war der Graf von Baden der Besitzer, dann das Ordenshaus von Beuggen bei Rheinfelden-Baden, bis es vom Privatbesitzer Petermann Sevogel aus Basel gekauft wurde. Er verkaufte es im Jahr 1500 an die Stadt Basel und diese im Jahr 1693 an einen Herrn von Planta, der die Anlage nochmals ausbaute. Später kaufte die Familie Vischer aus Basel das Schloss, die es zuerst als Sommersitz benützte und ab 1947 das ganze Jahr über dort wohnte. Nach über 200 Jahren im Besitz der Familie Vischer verkaufte diese das Schloss 1994 an den Kanton Baselland. Es gab dafür sogar eine Volksabstimmung, da die Kantonseinwohner nicht wollten, dass das Schloss (wie auch jenes von Bottmingen) von der Basellandschaftlichen Kantonalbank gekauft würde und damit dem Volksvermögen entzogen worden wäre. Ob dies angesichts der klammen finanziellen Situation des Kantons ein guter Entscheid war, bleibe dahingestellt. Nachdem die visuellen Eindrücke mit zahllosen Smartphone-Fotos festgehalten worden sind, setzen wir unsere Wanderung talaufwärts Richtung Arxhof fort. Der Wanderweg verläuft im winterlichen Laubwald. Infolge Holzschlag müssen wir eine kurze Zusatzschlaufe einlegen. Dann geht es über die bewaldete Geländekuppe ostwärts und anschliessend über Feld hinunter nach Lampenberg, einem Dorf mit 500 Einwohnern. Der Name „Lampen“ geht auf den des ersten, urkundlich erwähnten Landbesitzers zurück. Wir werden im Restaurant Reblaube zum Mittagessen erwartet. Die Kurzwanderer sind dort schon vor uns eingetroffen und geniessen ihr erstes Bier. Wir können aus verschiedenen Metzgete-Spezialitäten mit Blut-, Leber-, Bratwurst und Kesselifleisch auswählen. Dazu nach Wahl Sauerkraut, Spätzli oder Salzkartoffeln. Einige lassen sich danach durch Riesen-Meringues oder andere Angebote aus der Dessertkarte verführen. Nach dem Mittagessen bleibt uns nur noch der kaum ¾-Stunde in Anspruch nehmende Abstieg ins Tal der Vorderen Frenke zur Haltestelle Lampenberg-Ramlinsburg. Da wir den ersten Zug des Walderburgerli verpassen, verbleibt uns genügende Zeit, um im Hofladen der Familie Lüthi einige Einkäufe zu tätigen. Mit der Waldenburgerbahn geht es dann schliesslich zurück nach Liestal. Sie wurde 1880 als Schmalspurbahn mit 75 cm Spurbreite von Liestal nach Waldenburg in Betrieb genommen, damals natürlich als Dampfbahn. Erst 1953 wurde die Bahn elektrifiziert. In den kommenden 2-3 Jahren soll die Strecke auf 100 cm Spurbreite, als Tramspur mit einigen 2 Spur-Strecken ausgebaut werden. Neues Rollmaterial von Stadler Rail verspricht mehr Komfort. Die Strecke wird dann von der BLT betrieben. In Liestal können wir ohne Wartezeit auf den Interregio nach Basel umsteigen. Auch dort klappt der Umstieg in den 10er bestens, so dass alle um ca 17 Uhr wieder in Ettingen eintreffen, Grund genug, um dort im Bahnhöfli noch ein letztes Bier zu genehmigen. Unseren Wanderleitern Ghislaine, Theres und Toni danken wir für die wie immer perfekte Organisation des Tages. Es hat uns gefallen. Der Berichterstatter: Robert Heuberger