Bericht der Wanderung der Wandergruppe GUGGER Ettingen vom Donnerstag,  18. Februar 2017: Über den heimatlichen Blauen Für einmal starten wir unsere Wanderung in Ettingen und dies erst noch, nachdem wir uns im Restaurant Bahnhöfli bei Kaffee und Gipfeli darauf eingestimmt haben.  Mit 48 Teilnehmern/-innen dürften wir nur knapp an der Rekordmarke vorbei schrammen. Das Wetter meint es gut mit uns, können wir doch einen prachtvollen,  frühlingshaften Tag geniessen. Gegen 10 Uhr wandern wir los. Toni legt gleich zu Beginn eine Zusatzschlaufe via Steinweg Richtung Aesch ein. Im Wald queren wir dann Richtung Blockhütte und  wandern weiter auf dem Denkmalweg, bevor wir den Anstieg Richtung Chirsgärten unter die Füsse nehmen. Hier wandern wir an den sogenannten Wölbäckern  vorbei. Diese entstanden im Mittelalter, als die Pflugscharen noch nicht gewendet werden konnten. Es wurde also im Kreis gepflügt, wobei die Furchen in der Mitte  gegeneinander gewendet wurden. Dadurch entstanden an dieser Stelle mit der Zeit Erhöhungen, deshalb der Ausdruck "Wölbäcker" = gewölbte Äcker. Oberhalb der  Wölbäcker liegt die historische Siedlung "Rinelfingen". Es habe dort vor Urzeiten ein Dorf gegeben, das aus unbekannten Gründen (Krieg? Pestepidemie? Erdbeben?) aufgegeben wurde. Heute liegen die Fundamente unter der Grasnarbe. Es geht weiter Richtung Chälegrabe (Kehlengraben), wobei wir auf der Höhe des Wallentals (Grenze Ettingen/Hofstetten) unterhalb der Felswand vorbeikommen, auf  der sich die Reste der Ruine Fürstenstein befinden. Es handelt sich dabei um eine sogenannte Höhenburg, die erstmals 1302 in der Geschichte auftaucht und  wahrscheinlich von den Herren von Rotberg erbaut wurde. Bereits 1412 wurde sie zerstört und diente danach als willkommener Steinbruch für zugehauene Steine.  Das kleine Gebäude, das sich dort befindet, entstand erst im 19. Jahrhundert und hat mit der eigentlichen Burg nichts zu tun. Nun aber genug Geschichte. Uns zieht es ins Restaurant "Chälegrabe" in Hofstetten, wo wir zum Mittagessen erwartet werden. Der Wirt hat speziell für uns geöffnet,  was nicht genug gelobt werden kann. Die Beiz ist bereits fasnächtlich geschmückt. Es gibt heute eine Bouillon zum Einstieg und Kalbsadrio mit Risotto und Gemüse  als Hauptgang. Da wir genügend Zeit haben, reicht es auch noch für ein Dessert. Erst um 14 Uhr 45 brechen wir zum zweiten Teil unserer Wanderung auf. Sie führt  uns über das Hofstetter Plateau nach Mariastein. Dort trennen sich die Wege jener, die über den Pilgerweg direkt nach Flüh hinunter wandern und der anderen, die  noch die Zusatzschlaufe über den Heulenhof (mit prachtvoller Sicht auf die Landskron) und die St. Anna-Kapelle einlegen. Im Dorf Flüh ergibt sich die Möglichkeit, im  Restaurant Rose, nochmals den Durst zu löschen oder aber mit dem 10er direkt nach Ettingen zurückzufahren, wo man kurz vor 17 Uhr eintrifft.  Was bleibt: Herzlichen Dank an Toni und Ghislaine für die Organisation des heutigen Tages. Man kann ganz offensichtlich auch in unserer unmittelbaren Heimat  schöne und interessante Wanderungen unternehmen. Der Berichterstatter: Robert Heuberger