Jahres-Schlusswanderung der Wandergruppe GUGGER Ettingen vom Donnerstag, 13. Dezember 2018: am Nordhang des Blauens entlang Mit 45 Wanderinnen und Wanderern (einige stossen erst zum Nachtessen zu uns) verzeichnet die diesjährige Jahres-Schlusswanderung einen Rekordaufmarsch an Teilneh - mern. Wir treffen uns um 13:15 Uhr am Bahnhof Ettingen (Bahnhöfli träfe wohl eher zu) und steigen dort in den 68er-Bus, der uns in die solothurnerische Gemeinde Hofstetten bringt. Die ersten Bewohner dieses Plateaus kamen 10'000 Jahre vor Christus von Ettingen hinauf, wo man im Büttenenloch noch heute Spuren der damaligen Höhlenbewohner findet. Lange gab es auf dem Hofstetter Plateau eine zu Ettingen gehörende Siedlung, die inzwischen verschwunden ist. Wer sich für Kulturdenkmäler interessiert, sollte sich in Hofstetten bei Gelegenheit übrigens die Johannes-Kapelle mit Resten mittel - alterlicher Fresken ansehen. Wir beginnen in Hofstetten den ersten Teil unserer Wanderung, bei der es etwelche Höhenmeter zu bewältigen gilt. Zuerst wandern wir bergwärts bis zum TCS- Parkplatz unterhalb der Chälegrabe-Schlucht und von da weiter bis zur Burg Rotberg, die wir allerdings nicht besichtigen. Die Burg Rotberg entstand im 13. Jahrhundert und war Sitz der Herren und Ritter von Rotberg. Die Burg ging 1636 als Lehen an das Benediktinerkloster Mariastein und zerfiel schon bald zusehends. 1935 entstand in den Gemäuern eine noch heute bestehende Jugendherberge. Der Wiederaufbau wurde stark kritisiert, weil er in einem idealisierten, nicht den historischen Gegebenheiten entsprechenden Stil erfolgte. Heute stört sich niemand mehr daran. Wir wandern durch den Laubwald weiter nach Metzerlen. Unterwegs erhaschen wir einen Blick auf die Sternwarte Metzerlen, die bis 2007 von der Universität Basel betrieben wurde und seit 2011 einem Verein gehört, der sie als Volkssternwarte weiterbetreibt. Im Dorf Metzerlen, das an der Strasse zum Challpass liegt und seit 2003 Teil der fusionierten Gemeinde Metzerlen-Mariastein ist, legen wir unseren ersten Halt ein. Unter dem Vordach eines Bauernhauses am Dorfeingang haben Theres und Maler Pauli den Tisch für den Apéro aufgebaut. Es gibt wie immer Glühwein und Hefegebäck von Theres. Wir danken ihr, aber auch Pauli, der jedes Jahr mithilft, obwohl er selbst gar nicht mit den Guggern wandert. Nach dem Apérohalt wandern wir eine weitere Stunde durch Feld und Wald nach Mariastein, nicht etwa um in der Klosterkirche zu überprüfen, ob Toni dort wie immer eine Kerze entzündet hat, um den Wettergott gut zu stimmen (es hat auch heute geklappt), sondern weil wir dort im Restaurant Lindenhof zum Nachtessen erwartet werden. Das Restaurant hat heute speziell für uns als geschlossene Gesellschaft geöffnet. Auf dem Menü steht eine Steinpilzsuppe als Vorspeise, ein Braten mit Spätzle und Rotkraut als Hauptgang sowie eine grosse Crèmeschnitte als Dessert. Es scheint allen zu munden. Toni hält in Versform Rückschau auf das zu Ende gehende Wanderjahr und Ghislaine beglückt uns mit einem Quiz, um zu überprüfen, ob wir den Erläuterungen der Wanderleiter auch immer aufmerksam gefolgt sind. Dass die Donau nicht durch das Chaltbrunnental fliesst, weiss hoffentlich jeder. Den Namensgeber der vier Himmelsrichtungen zu erraten (vier Zwerge aus einer nordischen Sage) oder eher den Scheltenpass versus den Passwang als höheren Passübergang zu erkennen, fällt wesentlich schwerer. Der Schreiberling ist bei diesem Quiz leicht bevorteilt, hat der doch die Wanderberichte erstellt und sollte deshalb eigentlich die meisten Antworten kennen (so er sie nicht vergessen hat). Er gewinnt das Quiz deshalb etwas unverdient, umso weniger, als er für seine Schreibarbeit einmal mehr ein Präsent erhält. Vielen Dank Toni und Ghislaine. Toni vergisst übrigens nicht, jene Wanderer und Wanderinnen mit einem kleinen Geschenk zu ehren, die im zu Ende gehenden Jahr praktisch an allen Wanderungen dabei gewesen sind. Um 19:15 Uhr beginnt der grosse Aufbruch, gilt es doch, das Postauto zu erreichen, das um 19:30 Uhr nach Flüh fährt, währenddem der folgende Kurs erst eine volle Stunde später diese Strecke fährt. Um 20:15 Uhr sind wir also bereits wieder zu Hause, es sei denn, man ist noch etwas länger in Mariastein sitzen geblieben. Unseren beiden Wanderleitern und allen, die zum Erfolg des heutigen Tages beigetragen haben, sagen wir an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank. Wir wünschen ihnen frohe Festtage, einen guten Rutsch und freuen uns schon heute auf viele interessante Wanderungen im neuen Jahr. Der Berichterstatter: Robert Heuberger
Toni's Jahresrückblick 2018 in Versform Liebi GUGGER- Wanderinne und -Wanderer es fallt mir au das mol wider schwer Euch z‘ unterbräche in dene Gschichte wo ihr Euch dringend möchtet brichte. Händ Geduld e ganz e Bitz I machs churz - es isch kei Witz - denn das Johr het drum – me seht ems a au numme grad 12 Mönet ka. Pro Monet e Wanderig das wäre au zwölf Freude herscht drüber – seit scho dr Dölf. Im Jänner per öV bis Burg im Loch vo dört a goht ’s zimmlig obsi - jedoch vorhär git ’s bim Ackermann Kaffi und Gipfeli – aber dann via Wollschwiller bis Lutter in d Beiz Namens Auberge Paysanne mit elsässischem Reiz. Vo Franggrych in d Schwyz hei mir aschliessend rund no einisch bis Rodersdorf anderthalb Stund. Im Februar goht ’s an süddütsche Rand Vo Weil via Oetligen durch ’s Markgräflerland. In Fischigen im Kaminzimmer wird schnabuliert und spöter bis Efrige-Kirchen marschiert. Bevor uns d Isebahn wider heim chaufiert. Dr März dä isch predeschtiniert, dass me im Baselbiet spaziert. Also fange mir in Teknau a, steil obsi, im wilde Aletenbach na und denn via Weislige und Oltige – Ammel zue. Dört im Jägerstübli ässe mir meh als gnue! Aschliessend laufe die wo no wei nach Roteflue abe - denn got ’s wider hei. Im April blüht ’s Land es isch e Pracht. Drum hei mir am Bözbärg e Wanderig gmacht. Ab Brugg via Oberbözbärg ins Güggeli-Huus Nomen est Omen - dä Beizer chunnt drus. Nach Ässe und Tringge goht ’s mit pfiffe und singe dr Römerwäg abe ins Dörfli Effingen. Bus, Bahn und Tram bringe uns denn vo hier ins Bahnhöfli z Ettigä zu me ne Bier. Au im Wonnemonat Mai blibe mir nit gärn dehei. Au wenn’s öppe schiffe duet, verliert e kein vo uns dr Muet denn mir düend lache anstatt grine und scho duet wider d Sunne schine. So goth’s vo Günsbärg bis zum „hintere Hochbärgli“. Dört git’s Kaffi und Zopf vo flissige Zwärgli. Nach em Kretewäg goht’s via „Hochchrüz“ gradd wider obeabe zur „vordere Schmidmatt“. und sind per öV nach Fehre cho. Wandere chönne die drum nümm so wyt, will’s gsundheitlich nümm dinne lit. Doch freut’s uns, dass mir si hän troffe. Au si händ glaub die Begegnig gnosse. Mir hoffe, si nähme am Schluss vom Johr Die Iladig ebefalls wider wohr. Spöter laufe mir durab dur dr Wald nach Büesserach zum Postautohalt. In däm naturnoche Jura-Egge git’s e so vyl Schöns z entdegge. Drum hei mir für dr Septämber beschlosse: Es wird dr Passwang-Südhang gnosse. Dä Höhewäg sich wirglich e Gnuss wie dr Kaffi uf dr Wächte-Terasse us. Spöter sind die wo guet möge schnuufe no schnäll ufs Chellechöpfli ufe. Die wärde ‘s denn hoffendilg estimiere, dass ne die Andere d Schatteplätz reserviere. D Angus-Rinder vo dr Waldweid Git’s dört au im e andere Chleid: In Würscht zum Bispil mit Zibele-Soose. S Ergäbnis cha me spöter schmegge und loose. Denn got’s z’Fuess bärgab bis nach Liedertswil Oder per Bähnlil sogar nach Reigoldswil. vo Liestel us fahrt me gmeinsam heim zum Bier im Bahnhöfli - gägem Reim. Im Oktober wandere Frau und Maa wider emol dur d Aschua. Z hinderscht im Prontruterzipfel git’s e Höhli - dasch dr Gipfel mit Stalaktite und Stalagmite. Entstande in undängglig lange Zyte. Es fehlt dr Röbi us wichtige Gründ. Doch will är findet s wär e Sünd uns wandere z‘ losse ohni Bricht schribt är zum Voruss wider e Gschicht. Är het’s nit gwüsst – und nit vergässe
Nach em Ässe goht ‘s zur „Bättlerchuchi“ ufe. die Meischte chömme schön ins Schnufe. Denn abwärts bis Farnere – eins, zwei, dräi oder bis Rumisbärg für die wo no wäi. Nach Wange fahre beidi Bus, denn wichtig isch am Schluss, dass alli zur glyche Zyt heim chömme gsund und fit. Im Juni - ‘s het’s dr Tüfel gseh dr Wäg dur d Schlucht dä chasch nit neh. Es git drum en Umwäg – doch das isch nit schlimm bis mir bi de Allerheilige obe sin. Nach em Zmittag got’s nomol rächt ufe au dört chömme alli nomol ins Schnufe aber als chleine Lohn seh mir unterwägs dr isig Stiron. Über d‘ Wüesthöchi isch e Wäg zum Gniesse mir hän aber trotzdäm wider abe müesse, denn in Waldeburg wartet dr Bus. Vo dört fahre mir heim und denn isch Schluss. Am 2-tägige im Bärner Oberland wo mir 5 schöni See gseen hand si mir nur 14 Wanderer gsi Drum gang i nit nöcher do druf i. Die wo drbi gsi sind, die händ’s chönne gniesse. Die andere wärde warte müesse bis zur Amäldelischte für’s negschti Johr s Ghislaine legt si denn alle vor. Um dr Juli nitz‘ verpenne lehre mir d‘ Urschwyz e chli kenne Dört si mir in dr Urschwyz gsi. Bim wandere am Lungeresee Hei mir dr Stuel vom Kaiser gseh E kein vo uns isch dört druf gsässe, trotzdäm hei mir sehr guet gässe. Spöter laufe mir bis Giswil Dr SacherSepp-Wäg isch e paarne zvil Doch am Bahnhof het me sich wider troffe d Heimfahrt isch denn programm-mässig gloffe. Im Auguscht – jä Si – das gits - wandere mir in dr gröschte Hitz mitenand durs Chaltbrunnetal. Das isch bim Eid die beschti Wahl denn in däm Wald – es isch kei Witz spürsch no eher dr Durscht als die Hitz und dä wird nach em Ufstig glöscht bim Hofer mit Wasser, Bier und Möscht. Wo mir achömme sitze dört scho vier Altbekannti bi me ne Bier. Die händ sich d Iladig z Härze gno dass mir hei müesse z’Mittagässe, denn in däm schöne Wintergarte hän uf uns Pulet-Brüschtli gwarte mit e me Gemüse-Chueche. Drno si mr go Dinosaurier sueche im Wald grad hinder dere Beiz. Die Vicher hän scho e bsundere Reiz. Die Idrügg vo däm tolle Tag, die schöni Heimfahrt ergänze mag. D‘ Novämber-Metzgete die gits schints nit numme bi uns in dr Schwiz. Dr Kreiterhof im Kanderetal isch e Gheimtip uf jede Fall. Hesch kei Luscht nach Wurscht vo More Beschtunsch im Hof die alte Tragtore. Und tringgsch e Schöppli neue Wy, pass uf - uf d Wirgig hindedry. Doch d‘ Wanderig über dr Rechbärg dohii isch ganz e herrligi Herbscht-Tur gsi. Und spöter via Hammerstei fahre mir per Öv hei. Und jetz si‘mr au scho im Dezämber und wandere mit lange Hämber an unserem Huusbärg - däm schöne Blaue. Wär mit uns chunnt – das sind die Schlaue, denn s git – das isch e Traditio, uf halbem Wäg en Apero. Mir hoffe es heigenen alli gnosse Und während em Gniesse au beschlosse im neue Johr mit uns z‘ probiere monatlich widerum z marschiere. Es macht uns nämlig wirglich Spass immer wider z merge dass Euch die Wanderige gfalle. So jetz wünsche mir euch alle e ganz e guete Appetit und blibet alli gsund und fit!