Jahresaschlusswanderung der Wandergruppe GUGGER Ettingen vom Donnerstag, 18. Dezember 2014: Von der Burg Rotberg zurück nach Ettingen Eine Rekordzahl von rund 50 Wanderern und Wanderinnen möchte sich die Jahresschlusswanderung - wie immer die 12. Wanderung - im zu Ende gehenden Jahr -  nicht entgehen lassen. Um 13:16 Uhr starten wir am Bahnhöfli Ettingen, fahren mit dem 10er nach Flüh und steigen dort ins Postauto um, das uns bis zum Ausgangspunkt unserer heutigen  Wanderung bei der Abzweigung Mariastein-Rotberg bringt. Da wir alle aus dem jugendlichen Alter entwachsen sind, lassen wir für einmal die Jugendherberge Rotberg rechts liegen, steigen direkt zum Querweg am Fusse des Blauen auf und wandern Richtung Hofstetten/Ettingen. Die mitgebrachten Regenschirme müssen wir  glücklicherweise nicht öffnen, da es aufgehört hat zu regnen. Dank guter Sicht können wir am nördlichen Horizont sogar die Ausläufer der Vogesen erkennen.  Hofstetten lassen wir links liegen und die Ettinger unter uns trösten sich mit dem Gedanken, dass dessen reiche Einwohner im Kanton Solothurn letztlich doch noch  mehr Steuern bezahlen als sie selbst mit dem hoch empfundenen Steuerfuss von 61%.   Rinelfingen ist ein historischer Flurname am Rande des Hofstetter Plateaus, an dem wir vorbeikommen. Hier befinden wir uns bereits auf Ettinger Boden. Rinelfingen  ist eine sogenannte Siedlungswüste. Hier befand sich vor langer Zeit eine alemannische Siedlung, die wahrscheinlich schon während der Pestzeit verlassen wurde.  Es gibt in diesem Gebiet auch noch die geschützten Wolbäcker. Dies sind Geländeerhöhungen, die deshalb entstanden sind, weil die Bauern früher immer zur Mitte  hin der langgezogenen, schmalen Aecker gepflügt haben. Geschichtsträchtig ist schliesslich auch die Ruine Fürstenstein, die sich auf einem Felssporn über uns  befindet. Sie wurde vermutlich um 1300 herum von den Herren von Rotberg gebaut und ging als Ruine bereits um 1515 an den Kanton Solothurn über. Lassen wir es hier mit der Geschichte bewenden. Nach Rinelfingen tauchen wir wieder in den Wald ein und wandern bis zu unserem Apérohalt im "Grüebli" am  Denkmalweg. Joël und Paul Thüring sowie Theres Meury haben hier ein Feuer entfacht, Glühwein und Tee heiss gestellt, unter dem Schutzdach liebevoll dekorierte  Tische platziert und auch Gutzli, feinen Russenzopf sowie Weisswein für uns bereitgestellt. Dieser Apéro wird von der Fässlikasse offeriert, die von allen Wanderern  und Wanderinnen geäufnet wird, wenn sie jeweils den Wanderbeitrag von 6 Franken (möglichst grosszügig) aufrunden. Dass Joël und Pauli bei der Organisation des  Apérohalts mitgeholfen haben, ist alles andere als selbstverständlich, nehmen sie doch an den GUGGER-Wanderungen selbst nicht teil. Vielen, vielen Dank Joël und  Pauli. Das Grüebli, wo früher Sandsteinabbau stattfand, wurde erst vor Kurzem von zwei jungen Ettingern und der Bürgergemeinde Ettingen auf Vordermann  gebracht. Ein schützender Unterstand, eine Freifläche mit Mergelbelag, eine Feuerstelle und darum herum platzierte Steinbänke machen es möglich, das Grüebli bei  schönem und regnerischem Wetter als Picknickplatz zu nutzen.  Nach diesem Halt wandern wir auf dem Denkmalweg Richtung Munimatten/Blockhütte wei-ter. Beim Mutter-Gottes-Bildstock legen wir unseren nächsten Halt ein.  Obwohl es einige eingefleischte Ettinger unter uns hat, kennt niemand den geschichtlichen Hintergrund dieses Denkmals. Die späteren Nachforschungen des  Schreibenden im Internet werden ebenfalls nicht sehr ergiebig sein. Immerhin lässt sich Folgendes sagen: Der Mutter-Gottes-Bildstock wurde 1868 errichtet. Weshalb  genau und warum gerade hier, bleibt im Dunkeln. Eine Malerfamilie Möschlin soll das Denkmal nach einer schweren Krankheit in der Familie gestiftet haben. Die  Nachkommen - die Malerfamilie Paul Thüring - kümmern sich noch heute aus Familientradition um das Denkmal, ohne den genauen geschichtlichen Hintergrund zu  kennen. Regelmässig schmücken sie das Denkmal, zünden dort Grabkerzen an und haben das Denkmal sogar schon einmal restaurieren lassen, eine schöne  Tradition würde ich sagen. Nach diesem besinnlichen Halt wandern wir ins Dorf hinunter. Wo der kulinarische Teil wohl stattfinden wird? Das Rätsel ist schon bald gelöst, werden wir doch vom  Rebstock-Team erwartet. Mit unserer grossen Gruppe belegen wir praktisch die ganz Wirtsstube. Wer Hunger hat, kommt schon bald auf seine Kosten. Ein feines  Menü, bestehend aus Salat, Suppe und Hauptgang mit Schweinskotellet, Pommes frites und Gemüse wird aufgetischt. Das Dessert wie auch den Kaffee offeriert  wiederum die Fässlikasse. In den Essenspausen lässt Toni in Versform die Wanderungen im zu Ende gehenden Jahr Revue passieren und stellt uns das Programm  des ersten Halbjahres 2015 vor. Er weist darauf hin, dass die Anzahl der Teilnehmer an der Februar-Wanderung auf 20 Personen beschränkt sein wird. Es gilt das  Motto: first come - first served. Ein 3-tägiger Ausflug ins Appenzell mit beschränkter Teilnehmerzahl ist für den Monat Juni geplant. Der heutige Wanderbeitrag wird dem Mattenheim für Behinderte in Ettingen gespendet, einmal mehr eine grosszügige Geste von Theres und Toni, denen Hanni  Schaub im Namen aller Teilnehmer ein kleines Präsent für die im laufenden Jahr geleistete Arbeit überreicht. Sogar der Schreiberling wird von unseren beiden  Organisatoren beschenkt - eigentlich unverdient, da er oft gefehlt hat und deshalb die Berichte über die Wanderungen lückenhaft sind. Noch etwas für die Statistik: im Durchschnitt haben jeweils rund 37 Personen an den 12 Wanderungen teilgenommen. Einige Wenige waren bei jeder Wanderung dabei, so insbesondere Roger, der  mit einem Quiz auch unsere Kenntnisse über Ettingen und unsere Erinnerungen an die Wanderungen getestet hat. Keiner hat es geschafft, alle Fragen richtig zu  beantworten. Heute ist open end. Einige brechen etwas früher auf, andere etwas später. Jedenfalls hält um 19 Uhr immer noch ein harter Kern die Stellung, Beweis genug, dass es  ihnen gefallen hat. Im Namen aller Wanderer und Wanderinnen dankt der Schreiberling unseren Wanderleitern Theres und Toni für ihre immense Arbeit und die gute Stimmung, die sie  immer zu erzeugen wissen. Wir freuen uns schon heute auf schöne Wanderungen im neuen Jahr. Der Berichterstatter: Robert Heuberger
Johresabschlussvärs 2014 Liebi Wanderer und Wanderinne möget ihr euch denn no bsinne an Afang vo däm Wanderjohr? Wenn ich zrugg dängg, chunnt’s mir vor als ob sälli Jänner-Wanderig en idruggsvolle Hiwys gsi sig uf das, wo s Johr dur mir hän miesse oder vilicht dörfe - gniesse. Ich mein die Programm-Ändrigä wo mir hän miesse uf is näh wäge Holzschlag oder au wenn s Wätter do het, wie e Sau. Uf alli Fäll die meischte Gründ in Röbi’s Bricht feschtghalte sind. Du duesch so träffend kommentiere, für das wei mir Dir applaudiere. Und näbe däm brausende Applaus No die Fläsche für zu Haus. Also im Jänner wandere mir unter graue Wolge nach Nänzlige über em Blaue. Nach em Feschtässe in dr Linde goht’s in Gobewald, im Laufetal hinde. Die passendi Gschicht verzellt uns dört dr Laufetaler Imhof Peter – wie ‘s sich ghört. Wyter gohts via Glögglifels und Pfäffigerschloss z‘ Fuess nodürlig - nit mit Wage und Ross nach Pfäffige zum Bus und die wo no wäy laufe  dur e Räge nach Ettige hei. d Februar-Wanderig – es isch scho gspunne - au uf em Sunnebärg gits kei Sunne. Drfür gits in Zeinige - dört chere mir i - E Zwätschge-gschpiggte Brote zum Wy.  In dere Truube git’s au no Süplema, damit me denn schnäller laufe cha. Bis Zeglige in Schärme het’s glänggt, denn händ si d Räggewolge gschpränggt. Im März nit uf Rötele sondern ins Kanderetal. Drfür aber Sunneschyn überall. Zum Zmittag im Restaurant Baselbligg E riesigs Menü und e Bedienig: Todschigg. Denn wandere mir ins Tal ohni z‘ pressiere. Als Sürpris go Markgräflerwy z’ degustiere.  
E Schneewanderig het’s das Johr halt keini ge. dr April überrascht uns drfür so wyss wie Schnee. Die scharzbuebeland-ländligi Blüetepracht uns bim Wandere fascht sprachlos macht. Au d Ussicht vo dr Falgefluhe - Aug und Härz griege nit gnue. Und trotzdäm müen mr wytergoh, denn in dr Herrematt warte si scho. Ich mein uf ‘s  Hilfspersonlal - das sich parat für dr Sevic vom Salat ….. ! Unserem Vreni wird‘s plötzlig z vill. Es saggt in sich zämme und wird ganz still. Mir rüefe d‘ Rettig sofort telefonisch und sind froh, dass die so schnäll do isch und s Vreni ins Spital nach Dornach bringt wos de Ärzt und de Pfläger glüggligerwys glingt dass si im Vreni scho nach e paar Tage wider chönne adiö sage. Mir sin glügglich liebs Vreni, dass du scho so gli wider hesch chönne bi n is si. D Maiewanderig über drey Flüe verspricht näbe einiger Ufstigsmüe au schöni  Ussichte ufs Baselbiet, was Balsam isch für unser Gmüet. Zum Zmittag uf dr Sissacherfluhe Git’s, wie’s mi dunggt für jede gnue.  Dur d Räbe wandere im Schwobeland isch au im Juni gar kei Schand. Vo Staufe nach Sulzburg marschiere und dört im Räbstogg go diniere. Nach Bättlerpfad tönt das doch nit! Im Gegeteil – es isch e Hit. Me wird dört so extrem verwöhnt, dass me nach em Ässe stöhnt: „Ich hoff jetz, dass es mir mag glinge, mi z‘ Fuess no bis nach Britzinge z bringe.“ Wohrschinlig isch es e bsundere Reiz - dä Türlersee mit sinere Beiz. Sunscht kämte doch nit 48 Lüt -  e Rekord ! – im Juli zu de Zürcher mit. An Flachsee denn im Auguscht sin no 26 mitcho – immerhin. Vo Brämgarte nach Rotteschwil in Hächt -  s Ässe isch dört au nit schlächt. Gmüetlig goht’s witer bis am Schluss nach Altheusere zum Bus.
Das Johr bruchsch au im Septämber zum Wandere kei langi Hämber. Bis Alterswil mit Bahn und Bus Denn an Gotteron - das isch e Fluss. Däm entlang über mänggi Stäge Nit alle chunnt s Stägelaufe gläge! Aber s Ässe denn im „Trois Canards“ finde alli ganz wunderbar. Au d Stadt Friburg wo mr bsueche wird mängge spöter wider emol bueche. Statt im Oktober dur d Arös -  dr Wäg sig rutschig dört und bös - wandere mir dur Baselland zur Fuxfarm – die isch uns bekannt. Vo Ramlins- bis nach Waldebu(r)g Und heimszue - dass es riemt - per Zug. Au im Novämber hei mir gschummlet: Mr sind statt im Dütsche über e Hombärg bummlet bi Steblers im Steinegg dört kehre mir i. Mir sind mehr als 40 Wanderer gsi. Wie mir so am Ässe sehn isch das für d Wirtslüt kei Problem. Mir chömme wider emol in de Lade, aber zerscht müe mir jetz nach Roderis abe. Und hüt im Dezämber Ihr Wanderfründe si mir zämme vom Rotbärg hinde cho z laufe über e Fürstestei und übers Grüebli bis dehei. Doch vorhär düe mir doch no gschwind im Räbstogg ichere – so wie mir sind: Mit Huet und Stögg und Wanderfingge zum mitenand no eine z‘ tringge. Und wie sich’s ghört bim Schlussbugge, soll’s au no öppis z ässe ge. Für s negscht Johr hofft s Theres und i Ihr siget wider 12 mol drbi. So - jetz bin i fertig und halt dr Latz Und höggle zu mim liebe Schatz!