Wanderung vom Donnerstag, 10. April 2014 der Wandergruppe GUGGER Ettingen über die Falkenfluh Theres und Toni hatten die heutige Wanderung sicher nicht als Bluestfahrt geplant. Dank eines frühen, milden Winters ist sie es trotzdem geworden. Verhältnismässig spät, kurz vor 9 Uhr morgens steigen 36 Wanderinnen und Wanderer - eine Nachzüglerin stösst später in Seewen zur Gruppe - in den Bus Nr. 68,  der uns zum Bahnhof Aesch bringt. Dort steigen wir in die S3 um, steigen aber bereits in Grellingen wieder aus, wo der Bus uns durch das Pelzmühletal nach Seewen  fährt. Im Pelzmühletal befanden sich früher Trinkwasserquellen der Stadt Basel. Wir fahren aber weiter bis zur Haltestelle Säge oberhalb des Baslerweihers Richtung  Bretzwil. Am idyllischen Baslerweiher entlang wandern wir zurück nach Seewen. Der Baslerweiher wurde  1870 als Trinkwasser-reservoir für die Stadt Basel angelegt,  später aber als sogenannter Eisweiher genutzt, bis Natureis durch moderne Kühlanlagen ersetzt wurde. Auf Eisweihern wurde im kalten Winter Natureis produziert.  Dieses wurde in Blöcke geschnitten und diente in den Kellern der Basler Beizen und in Brauereien als Kühlmittel. Solches Eis wurde mit der Bahn bis nach Paris  exportiert. In Seewen entfällt einmal mehr der obligate Kaffeehalt vor Beginn der Wanderung - das Restaurant, an dem wir vorbeikommen, hat übrigens Ruhetag. Wir nehmen  deshalb sofort den steilen Anstieg durch das Villenviertel von Seewen unter die Füsse. Hier werden wir von der Nachzüglerin eingeholt, die in Basel das richtige Tram  verpasst hat. Ueber das Gebiet Ziegelschüren auf dem Gempenplateau geht es über Feld bis zur Falkeflue, wo man einen herrlichen Ausblick auf das Leimental und  Teile des Birstales und des Laufentals geniesst. Später können wir auch noch den vorderen Teil des Birstals und sogar die Stadt Basel mit dem wachsenden Roche-  Turm erkennen. Wir wandern am Denkmal kurz vor der Herrenmatt vorbei, wo am 10. April 1973 bei dichtem Nebel eine Chartermaschine der Invicta aus Bristol in  England beim Anflug auf Basel-Mülhausen abstürzte. Dabei starben 108 von 145 Personen. Die Rettungsarbeiten wurden durch 10-20 cm Neuschnee erschwert. Nach diesem traurigen Zwischenhalt treffen wir kurz nach Mittag im Restaurant Herrenmatt ein, wo auf der Terrasse bereits ein langer Tisch für unsere Gruppe  gedeckt ist. Obwohl also der Wirt vorgewarnt ist, scheint man durch den Ansturm leicht überfordert zu sein. Theres betätigt sich als Hilfs-Serviertochter, um die Sache  zu beschleunigen. Recht lang müssen wir warten, bis der Salat und danach der Hauptgang mit Schweinsbraten, Kartoffelstock und Karotten serviert werden.  Immerhin, das Warten lohnt sich. Das Essen mundet ausgezeichnet und wer Hunger hat, kann ein Supplément beanspruchen. Da bis Dornach-Arlesheim nur noch gut  eine Stunde Wanderzeit vor uns liegt, verfügen wir über genügend Zeit, um unser Mittagsmahl zu geniessen und es sogar noch durch ein Dessert abzurunden. Die  Meringues zumindest sind riesig.  Leider wird unsere gute Laune durch einen bedauerlichen Zwischenfall beeinträchtigt. Vreni Violetti erleidet plötzlich einen Schwächeanfall und verliert für kurze  Minuten sogar das Bewusstsein. Glücklicherweise scheint es nichts allzu Ernsthaftes wie ein Herzinfarkt zu sein. Trotzdem organisiert Heinz eine Ambulanz. Die Firma  Käch aus Dornach trifft mit Notarzt nach einer Wartezeit, die uns endlos erscheint, auf der Herrenmatt ein und kümmert sich fachmännisch um unseren Pechvogel.  Der Notarzt bestätigt, dass es wohl nichts allzu Ernsthaftes sei. Vreni hat ihre gute Laune bereits wieder gefunden. Trotzdem wird sie ins Spital Dornach verfrachtet,  von wo sie hoffentlich schon bald wieder nach Hause entlassen wird. Wir wünschen ihr jedenfalls rasche Besserung.  Gegen 15:30 Uhr verlassen wir die Herrenmatt und steigen durch den grünenden Wald und blühende Wiesen zum Bahnhof Dornach-Arlesheim ab. Dort trennen sich  unsere Wege. Die Einen kehren mit dem Bus via Therwil nach Hause zurück. Die Anderen nehmen die S-Bahn Richtung Basel.  Es bleibt uns, unseren Organisatoren Theres und Toni für die wie immer tadellose Organisa-tion der Wanderung und den schönen Tag zu danken. Der Berichterstatter: Robert Heuberger